2011 Bayern

Während eines beruflichen Aufenthaltes in Nürnberg im Februar 2011 beschloß ich, in dieser Gegend auch mal einen Urlaub zu verbringen. Wie praktisch, dass mein Bruder beruflich seit einiger Zeit in der Oberpfalz tätig war und über eine kleine Dienstwohnung verfügte. 
 

22.08.2011 Da dies mein Anreisetag war, an dem ich in Sulzbach-Rosenberg Quartier bezog, fuhr ich nachmittags in das nicht weit entfernte Amberg mit seiner weitgehend erhaltenen historischen Innenstadt. Bereits bei der Anreise durfte ich feststellen, dass man hier Besucher offensichtlich willkommen heißt: Ein sehr gutes Parkleitsystem und einige kostenlos nutzbare Parkhäuser in Innenstadtnähe. So konnte ich meinen Stadtrundgang ohne Zeitdruck genießen und schlenderte gemütlich bei bestem Sommerwetter entlang der Stadtmauer zu den noch vier erhaltenen Stadttoren. Auch die Kirche St.Martin in der Innenstadt war mir ein kurzer Besuch wert.

23.08.2011 Der Sommer 2011 war ja eher durchwachsen, so dass ich ausschließlich Kleidung für kühles, regnerisches Wetter mitgenommen hatte. Da ich am Urlaubsort jedoch hochsommerliche Temperaturen jenseits der 30°C antraf, war ich demzufolge denkbar schlecht gekleidet. Also fuhr ich an meinem ersten Urlaubstag ganz männeruntypisch erst einmal nach Regensburg zum Shoppen. Glücklicherweise kannte ich die Innenstadt bereits durch meinen ersten Besuch aus 2009, so dass ich gezielt zum örtlichen Kaufhaus gehen konnte, das zudem aufgrund einer umfangreichen Umbaumaßnahme mit erheblichen Rabatten lockte. Neu eingekleidet schloss ich einen kleinen Rundgang durch die Stadt an.
 
Mein erklärtes Tagesziel lag jedoch weiter südlich: Der Donaudurchbruch bei Kelheim. Von Kelheim aus befahren einige Passagierschiffe den Donaudurchbruch in enger Taktung bis zum Kloster Weltenbrunn. Dort angekommen, kann man das Kloster und die Abteikirche besichtigen. Ein Biergarten der klostereigenen Brauerei im Innenhof lädt zum Verweilen ein. Zudem kann die Umgebung erkundet werden. Wer will, kann auch zurück nach Kelheim wandern.
 
Wieder in Kelheim angekommen, nahm ich ein verspätetes Mittagessen ein und spazierte durch die kleine Stadt. Neben der historischen Innenstadt und dem nahen Donaudurchbruch hat die Stadt ein weitere Attraktion zu bieten: Die Befreiungshalle, die jedoch zum Zeitpunkt meines Besuches gerade umfangreich saniert wurde und daher nur teilweise zugänglich war. Aufgrund dessen habe ich auf eine Besichtigung des Inneren verzichtet, zumal der Nachmittag bereits fortgeschritten war und nur wenig Zeit für eine Besichtigung zur Verfügung gestanden hätte. 

24.08.2011 Wie gut, dass ich bereits im Februar 2011 in Nürnberg war. So hatte ich bereits eine Innenstadtkarte und eine Netzkarte des öffentlichen Nahverkehrs im Gepäck und wusste zudem, wo ich mein Fahrzeug kostenfrei den ganzen Tag über parken konnte. Gleich zu Beginn genoss ich eine Fahrt mit der führerlosen, voll elektronisch geregelten U-Bahn in die Innenstadt.
 
Ab der Haltestelle "Weisser Turm" begann ich zu Fuß die Innenstadt zu erkunden. Die erste Station war für mich der Hauptmarkt mit der Frauenkirche, um das dortige mittägliche Glockenspiel zu sehen. Auf dem Hauptmarkt befindet sich zudem der "Schöne Brunnen". Auf Empfehlung meines Bruders besichtigte ich auch die Lochgefängnisse unter dem Rathaus. Dort wird man im Rahmen einer umfangreichen Führung über die mittelalterliche Rechtsprechung, Folter- und Vollstreckungsmethoden informiert.
 
Nach einem ausgiebigen und hervorragenden Mittagessen besichtigte ich dann die Kaiserburg. Zu meiner Überraschung war die Anlage aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen kaum besucht, so dass ich einige Fotos machen konnte, die das Innere der weitläufigen Anlage zeigen, ohne dass Besucher durch das Bild laufen. So etwas gelingt mir sonst nur in den frühen Morgenstunden oder am frühen Abend.
 
Nach der Burgbesichtigung erinnerte ich mich an die Empfehlung eines Arbeitskollegen demzufolge an der Außenmauer der Burg ein kleines Restaurant mit Biergarten sein sollte. Hier nahm ich eine dringend benötigte Erfrischung zu mir, bevor ich mich auf den Rückweg in die Innenstadt machte. Vorbei am Dürerhaus ging ich zum Kettensteg, die als Fußgängerbrücke an der westlichen Stadtmauer die Pegnitz überspannt. Von dort blickt man zur Maxbrücke. Die in zahlreichen Brücken nahm ich zum Anlass, noch mehrfach die Pegnitz zu überqueren, bevor ich schließlich zum "Laufer Tor" spazierte, um von dort die Heimreise anzutreten.

25.08.2011 Aufgrund eines privaten Termins am Vormittag startete ich erst gegen Mittag ins Altmühltal, um die dortige Burg Prunn zu besichtigen. Mein erster Halt war aber der benachbarte Ort Riedenburg, in dem ich spontan einen kleinen Spaziergang machte, bevor ich zum Mittagessen in ein örtliches Lokal einkehrte.
 
Am frühen Nachmittag fuhr ich dann weiter nach Prunn, deren auf einem Jurafelsen erbaute Burg bereits weithin sichtbar ist. Zunächst beschloss ich auf dem gegenüberliegenden Ufer einen Teil des Jurasteiges zu wandern, da eine örtliche Wanderkarte einen interessanten Aussichtspunkt auswies. Festes Schuhwerk ist auf dieser Strecke aber dringend zu empfehlen, da der Weg auf den letzten Metern schwierig wird.
Schließlich fuhr ich dann mit dem PKW zur Burg hinauf und besichtigte die Innenräume im Zuge einer kleinen Führung.
 
Bei der Rückfahrt zur Unterkunft hat es sich die örtliche Polizei nicht nehmen lassen, auch ein Urlaubsfoto für mich zu machen. Leider ist es ein recht teurer Bilderservice mit eher mäßiger Fotoqualität.
 
Zum Abendessen hatte ich mich in Amberg verabredet. 

26.08.2011 Vormittags stand ich wohl am größten Sandkasten der Welt: Der "Monte Kaolino" in Hirschau. Im Zuge des Abbaus von Kaolin, dass zur Porzellanherstellung benötigt wird, fallen große Mengen Quarzsand an, die überwiegend auf einer Halde gesammelt werden. So ist im Laufe der Zeit der riesige Quarzsandberg mit der Bezeichnung "Monte Kaolino" entstanden, an dessen Fuß unter anderem ein Freizeitbad und ein Campingplatz eingerichtet wurden. Der Berg selbst kann erklommen werden; hilfsweise steht aber auch ein Lift zur Verfügung, zumal auch eine Abfahrt für Sandski und Sandboards präpariert ist. Eine Sommerrodelbahn rundet das Freizeitangebot an dem Quarzsandberg ab.

Am frühen Nachmittag trat ich dann bereits die Heimreise an.