Norwegen 2004

«Ich mag Fjorde. Sie verleihen einem Kontinent was herrlich Barockes.»
(Slarti Bartfast im Roman »Per Anhalter durch die Galaxis« von Douglas Adams)

Ein Bericht einer kleinen Norwegenreise vom 08.05.2004 bis zum 18.05.2004. Mit von der Partie: Igor[Rock] aka Stefan Giesen

08.05.2004 Während sich Deutschland bei nasskaltem Wetter und Temperaturen von unter 10 Grad Celsius fragte, wann das Frühjahr nun endlich kommt, bestiegen wir nachmittags unseren Flieger, der uns nach Oslo-Torp brachte. Dort angekommen stellten wir bald fest, dass wir unpassend gekleidet waren. Immerhin herrschten in Oslo am Anreisetag etwa 25 Grad Celsius. Bei meinem Urlaub war ja fast so etwas zu erwarten. Wir flogen also in den warmen Norden :-)

In Oslo bezogen wir unser in der Innenstadt gelegenes Hotel und genossen den frühen Samstagabend in einem Pub. Kurz darauf wechselten wir in den »Queen´s Pub«, einer Piano Bar, die bemerkenswerte Live-Musik bot. Ich wurde Zeuge einer der besten Partys, die ich je erleben durfte.

09.05.2004 Die Landschaft Norwegens ist alles andere als eben. So ist auch kein besonders eng geknüpftes Bahnnetz vorhanden; dafür entschädigen die wenigen Bahnstecken jedoch mit atemberaubenden Landschaften. Eine der landschaftlich reizvollsten Bahnstecken dürfte die 1909 eröffnete Bergenbahn sein, die Oslo mit Bergen verbindet. Auf 470 km überwindet sie 1237 Höhenmeter und führt durch rund 200 Tunnel und 300 Brücken. Sie beförderte uns von dem frühlingshaften Oslo unversehens nach Finse, das noch im Winterschlaf lag, und weiter nach Bergen, wo nahezu sommerliche Temperaturen herrschten.

In Bergen angekommen bezogen wir wieder ein Hotel in der Innenstadt und schlossen einen ausgedehnten Stadtspaziergang an. Die Außenanlagen der Festung Bergenhus sind für das Publikum frei zugänglich und dienen als gemütliche Parkanlage. Obwohl Anfang Mai noch nicht zu besichtigen, konnten wir so wenigstens einen Blick von außen auf die gotischen Håkonhallen werfen, einer Festhalle aus dem 13. Jahrhundert. Da soweit im Norden die Sonne bereits im Mai spät untergeht, merkten wir kaum, dass der Abend schon weit fortgeschritten war, als wir wieder im Hotel ankamen.

10.05.2004 Aufgrund einer außergewöhnlich guten geographischen Lage und einem geschützten Hafen gewann die 1070 gegründete Stadt Bergen schnell für den lokalen Handel an Bedeutung. 1350 ließ sich die Hanse mit einem Kontor in Bergen nieder. Die engen Holzhäuser der Hanse in Bryggen sind wohl die meistfotografierten Gebäude der Stadt. Ein nahes Hansemuseum gibt einen Einblick in das Leben des abgeschlossenen Hansekontors und dokumentiert die Wirtschaftsmacht, die die Hanse bis in das ausgehende Mittelalter innehatte.

Vom Stadtzentrum gelangt man mit einer Bergbahn auf den Stadtberg Fløyen (320m). Von dort hat man einen guten Blick über die Stadt und insbesondere den Hafen, wie das nebenstehende Bild zeigt. Ein einfacher Wanderweg führt wieder herunter, wenn man sich das Geld für die Rückfahrkarte sparen möchte. Wer höher hinaus will, kann mit einer Seilbahn auf den höchsten Berg Bergens, dem Ulriken (642m) fahren, dessen Talstation von der Stadtmitte aus regelmäßig mit einer Buslinie bedient wird.

Das Aquarium Bergens widmet sich in erste Linie Unterwasserwelt vor der Küste Norwegens und in den Fjorden. Hinzu kommen einige Echsen, die jedoch nach all den Krabben, Rochen und Lachsen ein wenig fehl am Platze wirken, da Krokodile wohl kaum zu den einheimischen Lebewesen zählen.

11.05.2004 Unseren Abreisetag in Bergen verbrachten wir im Wesentlichen mit Spaziergängen durch die Stadt, während denen wir noch manche nette Ecke entdeckten. Da wir frei von jeglichen Zwängen waren, spannten wir zwischendurch bei herrlichem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel in einem der zahlreichen Parks aus.

Gegen Abend bestiegen wir dann ein Schiff der Hurtigruten-Linie. Ursprünglich als Fährverbindung und Postschifflinie am 02.Juli 1893 gegründet, kam dem Passagierverkehr im Laufe der Zeit eine stetig wachsende Bedeutung zu. So gleichen die modernen Hurtigrutenschiffe mehr Kreuzfahrt- als Frachtschiffen. Da die Schiffe in nur 11 Tagen 35 verschiedene Häfen bedienen und die Route entlang einer faszinierenden Küste verläuft, wird die Fahrt mit den Hurtigrutenschiffen auch gerne als schönste Seereise der Welt bezeichnet.

12.05.2004 Ab Mai bedient die nordwärtsgehende Hurtigrute täglich den Geirangerfjord. Nachdem das Schiff um 9.30 Uhr in Ålesund ablegt, fährt das Schiff über den Storfjord und Sunnylvsfjord in den 12 km langen, engen Geirangerfjord, der mit den umliegenden, 1200 Metern in die Höhe ragenden schneebedeckten Gipfeln, den nahezu senkrecht ins Wasser fallenden Felsen und den zahlreichen Wasserfällen eine der größten Sehenswürdigkeiten Norwegens darstellt. Ach ja, und einen Troll gab es dann auch noch zu sehen :-) Gegen 13.30 Uhr erreicht das Schiff den Ort Geiranger, wo es wendet und wieder aus dem Fjord herausfährt. Da viele Reisende für einen Busausflug in Geiranger das Schiff verlassen und erst in Ålesund bzw. Molde wieder zusteigen, bietet sich auf der Rückfahrt die Gelegenheit, die Majestät dieses Fjordes in Ruhe zu genießen.

Auch wenn man in Geiranger an Bord bleibt, muss man nicht auf eine kurze Besichtigung Ålesunds (40.000 Einwohner) verzichten. Die Anlegestelle der Hurtigruten ist nahezu in der Stadtmitte und der abendliche Aufenthalt dauert etwa eine Stunde, die man für einen kurzen Spaziergang durch die schöne Stadt, die nach einer verheerenden Feuersbrunst Anfang des Jahrhunderts im Jugendstil wieder aufgebaut wurde, nutzen kann. Alternativ kann man die 418 Stufen auf den Aksla erklimmen, wo einem die Stadt zu Füßen liegt. Nur für beides reicht die Zeit dann doch nicht.

Gegen Abend erhielten wir die Genehmigung, die Brücke der MS Polarlys zu besichtigen. Da dies im normalen Rundreiseprogramm für diesen Tag nicht vorgesehen war, wir jedoch am folgenden Morgen das Schiff verlassen wollten, machte man für uns freundlicherweise eine Ausnahme. Dies hatte zur Folge, dass uns der Kapitän in Ruhe die Brücke und das Schiff erklären konnte. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals für die interessante Brückenbesichtigung bedanken.

Gleichzeitig näherten wir uns dem nördlichsten Punkt unserer Rundreise. So beobachteten wir in dieser Nacht auf dem Aussichtsdeck, wie die Sonne knapp unter dem Horizont daherkroch, während das Nordkap die erste Mitternachtssonne des Jahres erlebte. Wirklich dunkel wurde es also in dieser Nacht nicht mehr.

13.05.2004 Bereits morgens legt das Postschiff neben einem Schiff der südwärts gehenden Linie in Trondheim an. Der Aufenthalt in der Stadt beträgt etwa 4 Stunden, so dass Raum für eine ausgedehnte Stadttour vorhanden ist, wenn man mit der Hurtigruten, im Gegensatz zu unserer Reiseplanung, weiterfahren möchte. Im Zentrum Trondheims bezogen wir wieder ein Hotel, das direkt am Marktplatz gelegen war und machten uns daran, auch diese Stadt zu Fuß zu erkunden. Unser Weg führte entlang des Flusses Nidelv durch das Stadtviertel Bakklandet, in der die Studentenszene zu Hause ist. In der Nähe ist auch die historische Stadtbrücke Gamble Bybru, von der man sehr gut die alten Speicherhäuser sehen kann, die teilweise auf Holzpfählen in den Fluss  gebaut wurden.

Der Nidarosdom ist vermutlich das bedeutendste Bauwerk Trondheims, zumal die wechselvolle Geschichte des gotischen Gebäudes nahezu 1000 Jahre zurückreicht. Die Westfront der Kirche wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts wieder hergestellt, nachdem die mittelalterliche Fassade einige Jahrhunderte zuvor bei einem der fünf Brände zerstört wurde. Während wir den Dom von innen besichtigten, erlebten wir die Generalprobe eines für den Abend geplanten Konzertes, so dass wir zu gregorianischen Gesängen durch die große Kirche schritten.

Ein benachbartes Museum dokumentiert anhand einiger Modelle die einzelnen Bauabschnitte der Kirche. Außerdem sind Originalskulpturen des Domes wieder ausgestellt, die nach dem Großbrand von 1348 zunächst beim Wiederaufbau als Baumaterial Verwendung fanden.

Der Innenstadtbereich ist wie in Bergen von zahlreichen engen Gassen mit den typischen bunten Holzhäusern geprägt. In der Hoffnung auf eine schöne Übersicht über Trondheim erklomm ich anschließend den steilen Berg zum Stadtviertel Sverresli, wohl wissend, dass das dortige Freilichtmuseum erst ab Juni seine Tore öffnet. Obwohl die Aussicht eher langweilig war, habe ich die ausgiebige Wanderung nicht bereut.  14.05.2004 Die Vår Fru Kirke unweit des Marktplatzes wirkt gegenüber dem Nidarosdom sehr schlicht, ist aber dennoch sehenswert. Allein der Eingangsbereich ist einen Blick wert. Sie zeigt deutlich, dass die im Kern aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche 1781 restauriert wurde. Dabei erhielt sie ein barockes Altarbild aus dem Nidarosdom.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Stiftsgården, ein Rokoko-Holzpalais mit einem ansehnlichen Garten. Der Nachteil der Reisen zu Zeiten der Vorsaison liegt darin, dass manche Sehenswürdigkeit schlicht noch nicht geöffnet hat. So blieb mir nichts anderes übrig, als bei zugegebenermaßen eher mäßigem Wetter einigen städtischen Arbeitern zuzusehen, die eine eigene Methode der Gartenbewässerung entwickelt hatten...

Am frühen Nachmittag haben wir dann unseren Mietwagen übernommen. Hier erwartete uns die nächste positive Überraschung: Anstatt des bestellten Ford Focus erhielten wir einen Volvo V40 Kombi, was unsere weitere Reise weitaus komfortabler machen sollte. Unser Plan war es, wie seinerzeit in Irland einfach ins Blaue zu fahren, und zu übernachten, wo es uns gefiel. Aus Berichten anderer Norwegenfans wussten wir, dass die Unterkünfte kein großes Problem darstellen. Dabei hatten wir jedoch die Rechnung ohne die Norweger gemacht. Kaum waren wir losgefahren, standen wir bereits vor der ersten Mautstation. Alleine das Durchqueren des Innenstadtbereiches Trondheims kostete bereits 20 Kronen, also ca. 2,50 EURO.

Wir waren angetreten, Fjorde zu sehen. So führte uns die weitere Reise zunächst nach Süden, bis wir uns ab Dombås westwärts in Richtung Åndalsnes orientierten, wo wir auch am späten Abend in einem Hostel, das eigentlich noch geschlossen hatte, unterkamen. Im Gegensatz zu unseren bisherigen Unterkünften schliefen wir diesmal in unseren Schlafsäcken zwar sehr rustikal, aber mit 400 Kr. (50 EURO) für die alleinige Übernachtung nicht wirklich preiswert.

15.05.2004 Ein Norwegenerlebnis der besonderen Art stellt die Landeshauptstraße 63 dar, die Åndalsnes mit Geiranger verbindet und über den berühmten Trollstiegen in die Berge führt. Allerdings galt die Wintersperre der Straße noch, so dass wir einzig bis zur dritten der insgesamt elf engen Haarnadelkurven fahren konnten. Nach einem kurzen Aufenthalt suchten wir uns dann einen anderen Weg nach Geiranger, wo wir gegen Mittag die Ankunft der Hurtigruten erwarteten.

Die Fahrt in den Fjord hinab und auf der anderen Seite hinauf in die Berge entschädigte uns dann jedoch mit zahlreichen Serpentinen und manch wunderbarem Ausblick. Schade nur, dass ausgerechnet jetzt die Batterien meiner Kamera nach über zwei Jahren den Dienst dann doch quittierten und ich erst einmal Ersatz besorgen musste...

Die weitere Fahrt führte uns nach Lom, wo wir eine kleine Stabkirche besichtigt haben. Ursprünglich wollten wir auch in Lom übernachten, aber die dortigen Hotelpreise standen dem entgegen. Die preiswerteren Hütten hatten aufgrund der Vorsaison noch nicht geöffnet, so dass wir über den Sognefjellpaß, einer der schönsten Straßen Norwegens, bis nach Sogndal fuhren. Dort erhielten wir für knapp 100 EURO das beste Hotelzimmer, das wir auf dieser Reise hatten. Gleichzeitig beherbergte das Hotel einen sehr guten Irish Pub, in wir dann auch den Abend verbrachten. Die Schwierigkeiten bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten und die hohen Preise für die Verpflegung führten jedoch an diesem Abend zu dem Entschluss, die Reise nicht wie geplant am 21.05., sondern bereits am 18.05.2004 zu beenden. Die Umbuchung des Rückfluges war erheblich preiswerter, als weitere drei Tage in Norwegen Geld zu verbrennen. Wir hatten ja schon im Wesentlichen gesehen, was wir in Norwegen sehen wollten.

16.05.2004 Nach einem reichhaltigen Frühstück brachen wir morgens auf. Unser Tagesziel war die kleine Ortschaft Flåm mit der berühmten Flåmbahn. Bereits die Fahrt dorthin wurde zu einem Erlebnis, führte Sie uns doch durch den derzeit längsten Straßentunnel der Welt: Den 24,5 km langen Laerdaltunnel. Das Gestein in Norwegen ist erdgeschichtlich betrachtet neben Südafrika das älteste, was man derzeit auf der Erde besuchen kann. Da der Gneis sehr hart ist, ist der Tunnel selbsttragend. Damit die Fahrt durch die Röhre nicht allzu langweilig ist, hat man alle 6 km den Tunnel ein wenig verbreitet und illuminiert.

Da das Wetter in Flåm nicht gerade das beste war, haben wir uns entschlossen, auf die Fahrt mit der Flåmbahn, die auf einer Strecke von rund 20 km rund 900 Höhenmeter überwindet und dabei durch 6 Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund 6 km führt, zu verzichten. Immerhin hatten wir die Bergstation Myrdal bereits einige Tage zuvor von der Oslo-Bergen-Bahn aus gesehen. So machten wir einen kleinen Rundgang durch Flåm, einem kleinen Ort, der wohl ausschließlich vom Tourismus lebt.

Für die Weiterfahrt wählten wir die Landesstraße 52, die über einen weiteren Höhenzug nach Hol führt. So kamen wir ein weiteres Mal in den Genuss, innerhalb einer halben Stunde von einem Ort auf Meereshöhe, an dem alles prächtig blüht, die Baumgrenze zu überqueren und entlang verschneiter Landschaften und zugefrorener Seen zu fahren. Und Tunnel, die steil berauf führend enge Kurven beschreiben, erlebt man auch nicht alle Tage.

Kurz hinter Hol trifft man auf die Landesstraße 7, die uns weitestgehend nach Oslo bringen sollte. Einen lohnenswerten Zwischenstopp stellt der Ort Gol dar. Obwohl die dortige Stabkirche eine Kopie ist, ist der Holzbau sehr beeindruckend. Anhand des nebenstehenden Bildes kann jeder nachvollziehen, weshalb die mittelalterlichen Holzkirchen oft auch als »Pagoden des Nordens« bezeichnet werden. Und da wir unterwegs ein Schild mit der Aufschrift »Meteoritenkrater« sahen, nahmen wir die kleine Wanderung im Kraterzentrum auch noch mit.

An jenem Abend wurde unsere Entscheidung, Norwegen frühzeitig zu verlassen, bestätigt. Wir hatten auf der Zimmersuche etliche Hotels abgefahren, von denen die meisten noch geschlossen hatten, ein Hotel am Ende einer mautpflichtigen Straße (20 Kronen irgendwo im Nirgendwo) lag und ein Motel schlicht keine Lust hatte uns aufzunehmen, da wir vermutlich die einzigen Gäste gewesen wären. Das nächste Motel war folglich voll belegt, so dass wir von dort aus in den Nachbarort geschickt wurden, nur um festzustellen, dass das dortige Hotel die Saison am 17.05. eröffnet. Dumm nur, dass wir den 16.05. hatten... Schließlich fanden wir Aufnahme in einem Haus, das eigentlich aufgrund von Umbaumaßnahmen noch nicht geöffnet hatte. Der Besitzer ließ sich jedoch die 400 Kronen für die Übernachtung ohne Frühstück nicht entgehen und ließ uns anschließend in dem Haus allein. Es gab zwar ein Fernsehgerät, aber keine Steckdose in der Nähe. Ein kleiner Abendspaziergang überzeugte uns schnell davon, dass an diesem Ort wohl am Vorabend des norwegischen Nationalfeiertages nichts unternommen werden kann. So haben wir uns an der gegenüber liegenden Tankstelle mit dem Nötigsten eingedeckt und Bücher lesend den Abend verbracht.

17.05.2004 Da wir bereits bis auf wenige Kilometer bis an Oslo herangekommen waren, konnten wir uns mit der weiteren Fahrt nach Oslo ruhig Zeit lassen. So machten wir einen kleinen Umweg, um entlang des Tyrifjords zu fahren. Dieser See bietet manch netten Aussichtspunkt.

Da der 17.05. der norwegische Nationalfeiertag ist, begegneten wir unterwegs zahlreichen Norwegern in Trachten. Wir sahen etliche geschmückte Häuser und Autos, sowie dem einen oder anderen Festumzug. In Oslo angekommen, geriet die Fahrt zu Autovermietung zur Schnitzeljagd, weil aufgrund der Feierlichkeiten die halbe Innenstadt gesperrt wurde und Fußgänger in Massen aus allen erdenklichen Richtungen unterwegs waren. Letztlich haben wir das Fahrzeug aber doch abgeben können, obwohl wir uns dafür über die eine oder andere Sperre hinwegsetzen mussten.

Im Anschluss stand unserer Feier des Nationaltages nichts mehr im Wege, da wir diesmal auf Anhieb in einem Innenstadthotel Aufnahme fanden.

18.05.2004 Da die Rückgabe des Mietwagens am Vortag recht chaotisch verlaufen war, begab ich mich vormittags noch einmal zur Autovermietung, um notwendige Formalitäten zu regeln. Auf diese Weise konnte ich nochmals in Ruhe durch die Stadt spazieren, die sich von den Feierlichkeiten des Vortages erholte, und nebenbei noch das eine oder andere Bauwerk in Augenschein nehmen, lagen doch das königliche Schloss, das Nationaltheater, die Universität, die Domkirche und das Parlament an meinem Weg.

Da das multikulturelle Viertel »Grönland« nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt lag, schloss ich diesen Bereich in meinen Rundgang ein. Gegen 14.30 Uhr verließen wir dann Oslo, um gegen 18.00 Uhr mit Ryanair zurückzufliegen. Fazit: Wenn man Ihnen sagt, dass Norwegen ein teures Land sei, so kann ich dies blind unterschreiben. Auch mir war dies vor der Abreise klar. Aber es wurde noch teurer, als ich erwartet habe. Inzwischen sind jedoch einige Wochen seit der Rückkehr vergangen und die positiven Erinnerungen überwiegen doch. Lassen Sie sich also von meinem Bericht nicht die Reiselaune verderben, weil die grandiose Landschaft und die ausnahmslos netten, offenen Leute eine Reise wert sind.